Archive for Januar, 2012

Neues vom “Küchengeplänkel”

Samstag, Januar 21st, 2012

 “Sou e’ Gedöns”

Wer am Freitagabend bestrebt war, sein Zwerchfell und die Gesichtsmuskeln zu trainieren, der musste zum Lachen in den Keller gehen – und zwar in den Schlosskeller nach Klingenberg. Dort zeigte das Duo „Küchengeplänkel“ im proppenvollen Raum die Premiere zum neuen Programm mit dem Titel „Sou e‘ Gedöns“. Sehr viel Lokalkolorit, eingebettet in „Omborscher“ und „Eisebacher“ Mundart, Musik und witzige Dialoge, putzmunter in Szene gesetzt, das war das richtige Rezept, um gute Laune zu verbreiten.
Sprüche wie „Verreck Offebach!“, die ungläubiges Staunen ausdrücken, hüpfen der agilen Susa Stegmann wie Ping-Pong-Bälle aus dem Mund. Die gebürtige Obernburgerin parliert – wie in den vorherigen Programmen auch –  als rotzfreches „Schinnösje“, eine am bayerischen Untermain gängige Bezeichnung für ein Mädchen mit bodenständigem Charme und Raffinesse.  Passend zu den Dialogen hat sie sich Musiktitel ausgesucht, die sie entweder im Original singt oder ihnen einen individuellen Text verpasst hat. Die Melodie von „The Lion sleeps tonight“ gewinnt eine völlig neue Nuance, wenn der Refrain „Tief im Spessart gibt’s ´en Abnehmkurs“ lautet und von Susa mit voluminöser Gänsehautstimme intoniert wird.
Das Pendant zu der quirligen Susa ist Uschi, die Sternenflüsterin, im richtigen Leben Ursula Thiel. Als eher sportlicher und mondäner Typ, weist sie die in voller Absicht übers Ziel hinaus schießende Susa in die Schranken und verbessert ihre Wechstabenverbuchseleien (Buchstabenverwechslungen) und falsche Wahl von Fremdwörtern. Immer wieder lässt sie ihre astrologischen Kenntnisse ins Geplänkel einfließen, was wiederum zu witzigen Konstellationen führt. Beide bleiben sich in „Sou e‘ Gedöns“ nichts schuldig und zeigen sich dem Publikum als vermeintliche Streithennen. Während Uschi ihrem Gegenüber ein „Porzellansyndorm“ vorwirft (nicht alle Tassen im Schrank) spöttelt Susa über Uschis Schönheitsbewusstsein: „ Alles Schmier’n nützt nix, ´s is‘ genauso als ob mer aus Hackfleisch widder e‘ Schnitzel mache‘ wollt‘.“
Es fetzt, wenn Uschi und Susa sich ihre großen und kleinen Unzulänglichkeiten vorwerfen. Aber im Prinzip ist es „Gedöns“, eine Persiflage auf das Leben in einer Wohnung, die sich zwei Frauen mit völlig unterschiedlichen Neigungen teilen. Das ist auch die Absicht, die hinter dem „Küchengeplänkel“ steckt. Die beiden Protagonistinnen  nehmen sich selbst auf die Schippe und halten dem Publikum einen Spiegel vor. Sie zeigen auf der Bühne, wie es im richtigen Leben zugeht, zwar karikierend, aber doch sehr nah an der Realität.  Das alles geschieht mit so viel Witz und Leidenschaft, dass dem Zuschauer vor Wonne das Herz hüpft und das Zwerchfell durchs häufige Lachen so strapaziert wird, dass es schmerzt.
Als Zugabe wurde dem Publikum am Freitagabend das dynamische „Pata Pata“ serviert, einer der erfolgsreichsten Titel von Miriam Makeba. Hier trumpfte Susa mit ihrer grandiosen Stimme auf. Uschi stülpte sich einen witzigen Hut auf und tanzte dazu. Das Publikum hielt es nicht mehr auf den Stühlen, genauso wenig wie den „Spiritus Rector“ des Küchengeplänkels, Sabine Schmuck. Bis kurz vor Schluss hatte sie sich hinter einem Paravent verborgen, um sowohl die Technik zu bedienen als auch zu soufflieren. Sie schreibt für die Programme des Küchengeplänkels die Texte. Im Team mit Susa und Uschi werden sie dann rund gefeilt, bis es passt. Am Freitagabend war klar: Es passt.

Küchengeplänkel-Team


Für Vereine: Pressemitteilungen schreiben

Mittwoch, Januar 18th, 2012

 Pressemitteilung schreiben


Meistens sind es die Schriftführer in den Vereinen oder in politischen Parteien, die für Pressemitteilungen zuständig sind. Oft werden sie ins kalte Wasser geworfen und fragen sich, wie man denn eine Pressemitteilung schreibt, damit sie auch so in der Zeitung erscheint, dass die Inhalte stimmen. Ehrenamtlich arbeitende Schriftführer und Vereinsfunktionäre sind ja keine Journalisten. Da ich ja sonst kaum etwas zu tun habe - außer einer Menge Arbeit an der Backe - habe ich mir ein neues Online-Portal ausgesucht, wo ich mich als Expertin fürs Thema “Vereine” schreibe . Mein erster Artikel wurde frei geschaltet. Wie soll es anders sein, es geht darum, wie ein Verein  Pressemitteilungen schreiben sollte, damit die Wirkung nicht verpufft. Ganz klar, mittlerweile kommt man ohne PC oder Mac nicht mehr aus.  Die Pressemitteilung sollte schon digital verfasst sein und per E-Mail an die zuständige Zeitungsredaktion geschickt werden.